Wie du dank Sketchnotes nie wieder kostbare Zeit in Konferenzen verplemperst

dank Sketchnotes zu spannenderen Konferenzen

Schon wieder. Schon wieder steht eine Konferenz an und es ist klar, wie das Ganze werden wird. Zu viele Informationen, verpackt in langweilige Powerpoint-Folien, in zu umfangreiche Folien oder in zu weitschweifige Folien.

In jedem Fall, weißt du jetzt schon, dass du am Ende unzufrieden sein wirst.
Stimmt?! Muss aber nicht. Sollte auch nicht!

Pack doch mal die Konferenzen und Vorträge ganz anders an. Zeichne sie als Sketchnotes!

Jetzt fragst du dich sicherlich, wie ich das gemeint habe. Zeichen? Es ist ja nicht so, dass jeder gut zeichnen kann und mal eben die Inhalte einer Konferenz festhalten kann…

Doch, genau das hab ich gemeint. Jeder und ich meine wirklich Jeder kann Sketchnotes lernen. Dabei geht es nicht um das Zeichnen, wie man es aus der Schulzeit kennt. Es geht hier nicht um Kunst! Es geht um Kommunikation. Hier ein Pfeil, da ein Smilie – das alles sind visuelle Notizen, wie du sie jeden Tag bewusst oder unbewusst nutzt.

Genau diese kleinen Bilder, Pfeile und Textboxen sind es, die dir dabei helfen, deine Zeit auf Konferenzen ab jetzt besser und effektiver zu nutzen.

Was sind Sketchnotes?

Sketchnotes sind visuelle Notizen. Das Wort setzt sich aus dem englischen „sketch“ (etwas scribbeln, zeichnen) und „notes“ (etwas notieren) zusammen. Und das bringt es auch schon auf den Punkt. Anstelle von seitenlangen Mitschriften, nutzt man kleinen Bildelemente, um Inhalte schneller, besser und spannender festzuhalten.

Ob in Konferenzen, Besprechungen, bei Veranstaltungen oder um erlerntes Wissen zu festigen – überall kannst du Sketchnotes nutzen. So kannst du viel besser und viel effektiver Wissen transportieren. Das wirklich mehr Informationen beim sketchnoten hängen bleibt, ist auch nicht nur ein subjektiver Eindruck. Menschen erlernen Wissen über verschiedene Sinne und je mehr Kanäle (sehen, zuhören, mitschreiben, visualisieren) du benutzt, desto besser wird das Wissen in deinem Hirn verankert.

Wie bringen mich Sketchnotes bei Konferenzen weiter?

  1. Du hältst schneller fest, um welches Thema es gehtDas Gehirn kann Bilder viel schneller lesen als Schrift. Heute geht es um „zielführende Kommunikation“? Gut, dann sketchnote schnell eine Sprechblase und schreibe das Wort Ziel rein. Das findest du auch bei 20 Zetteln ohne Probleme wieder.
  2. Zusammenhänge sind schnell dargestelltZwei Abteilungen im aktuellen Projekt arbeiten gut zusammen, aber die dritte Abteilung kann ihren Platz nicht finden? Statt vieler Wort kannst du hier mit 3 Kreisen arbeiten. Kreis 1 und 2 überschneiden sich an einer Stelle, während der dritte Kreis durch eine Linie von ihnen getrennt ist. So wird schnell deutlich, wie die momentane Lage ist.
  3. Du strukturierst dir automatisch deine GedankenSketchnotes halten das Wesentliche fest. Statt einer Flut von Informationen, brichst du dir das Gehörte auf die Hauptinformationen runter. Diese Struktur ist dann genau die richtige für dich, weil sie nur festhält, was für dich die wesentlichen Zusammenhänge sind.
  4. Was du gezeichnet hast, kannst du dir auch merkenBeim sketchnoten passiert folgendes: Du hörst was gesagt wird und siehst ggf. eine Präsentation dazu. Diese Infos werden in deinem Gehirn verarbeitet und analysiert. Du denkst darüber nach und filterst die wichtigsten Inhalte für dich raus. Dann zeichnest du mit deinen Händen die Infos auf und machst dadurch Bilder aus ihnen, die dein Kopf wieder sehen kann. Ganz nebenbei hast du dich so intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt, dass die Infos in deinem Kopf automatisch hängenbleiben.
  5. Du bleibst am BallNicht jedes Thema ist spannend und nicht jeder Vortrag toll aufbereitet. Das wissen wir alle. Aber durch die Sketchnotes lässt du dich weniger ablenken und bist konzentriert.

Keine falsche Scheu – Fang einfach an!

Es geht bei den Sketchnotes nicht darum, innerhalb kurzer Zeit zu einem Da Vinci zu werden und den Kunstmarkt zu revolutionieren. Hier geht es um deine persönliche Kommunikation! Wie kann ich meine Gedanken, Ideen und Projekte so visualisieren, dass Jeder meinem Thema folgen kann?

Fang einfach an, denn Übung macht den Meister. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Haus ein schönes Backsteinhaus ist oder einen hübschen kleinen weißen Gartenzaun hat. Wenn man ein Haus zeichnen möchte, reicht einen ein Rechteck und ein Dreieck als Dach oben drauf. Schon weiß der Betrachter worum es geht.

Erfolg bekommt man durch Übung

Erfahrung und Vertrauen in das eigene Können sammelt man am effektivsten, indem man Sketchnotes macht. Wieder und immer wieder. Mit der Zeit baut man sich so eine ganz persönliche Handschrift auf. Sei stolz auf das, was du gezeichnet hast und teile deine Bilder mit anderen Menschen, die auch Sketchnotes zeichnen. So lernt man voneinander und kann sich den einen oder anderen Trick abschauen.

Genug der Worte! Jetzt geht es an die Umsetzung. Alles was ihr braucht, ist ein Blatt Papier und einen Stift. Und schon bald heißt es dann: “Eine Konferenz steht an? Großartig – ich hole nur schnell Stifte und Notizbuch!”

Gudrun Wegener

Hi, ich bin Gudrun Wegener und freiberufliche Designerin. Im "bilderbuero" bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling.

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