Interview: So schreibst du eine „Über mich-Seite“ die begeistert – mit Moni Obrist

Bilder und Geschichten faszinieren Menschen. Schon unsere frühen Vorfahren saßen gerne zusammen und haben an langen Abenden Erfahrungen und Wissen in Form von Erzählungen und Zeichnungen geteilt. Diese Form der Kommunikation, das Storytelling, liegt also ganz tief verwurzelt in unseren Genen.

Jetzt kannst Du aber Inhalte nicht nur mit Bildern und visuellen Elementen erzählen, wie ich es bevorzugt mache, sondern auch ganz wunderbar über gut geschriebene Texte. Doch worauf solltest Du achten, wenn Du authentische und individuelle Texte schreiben willst? Wie interessierst Du Leser für Deine eigene Geschichte? Und wie schaffst Du es, die passenden Kunden mit der eigenen „Über mich-Seite“ zu begeistern?

Bühne auf für Moni Obrist und die Frage wie man Kunden mit der eigenen „Über mich-Seite“ begeistert

Um mehr über das Thema zu erfahren, habe ich Moni Obrist von Textgarten.ch zum Interview eingeladen. Moni Obrist ist Expertin für Textcoaching und Storytelling und außerdem leidenschaftliche Liebhaberin persönlicher Lebensgeschichten. Sie unterstützt Coaches, Therapeuten und andere Dienstleister dabei mit ihren Texten ihre Wunschkunden anzuziehen und ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.

Vielen Dank Moni, für diese Einblicke und für das Interview.


Zusammenfassung in Kurzform

Die „Über mich-Seite“ gehört nach meiner Erfahrung zu den am häufigsten angeklickten Seiten auf einem Blog oder einer Website. Trotzdem wird sie von vielen Unternehmern unterschätzt und stiefmütterlich behandelt. Warum ist das aus deiner Sicht ein Fehler? Warum lohnt sich die intensive Arbeit an der „Über mich-Seite“?

Deine Geschichte ist Dein Branding, Dein Warum. 
Deine Erfahrungen, die Du in Deinem Leben gemacht hast, Deine Werte, haben Dich zu dem Menschen gemacht der Du heute bist. 
Damit schaffst Du eine Verbindung zu Deinen Wunschkunden – Du willst ja Menschen ansprechen und nicht Roboter und Suchmaschinen. 
Es ist wichtig Dich authentisch zu zeigen, ehrlich und offen zu sein. Wenn Du Deine Persönlichkeit zeigst, baust DU so Vertrauen zu Deinen Lesern auf und schaffst damit eine wertvolle Verbindung. Und von Jemandem, zu dem man Vertrauen hat, kauft man logischerweise eher etwas als von Fremden. Wenn Du auf diese Chance verzichtest, verpasst Du die Möglichkeit Deine Wunschkunden zu erreichen. 
DAS ist es, was die Menschen interessiert. Viele Unternehmende unterschätzen das und wollen nicht so viel von ihrer Persönlichkeit preisgeben.

Was gehört den auf eine guten „Über mich-Seite“, wenn ich Auftraggeber von mir überzeugen will?

Ein gutes, professionelles Foto. 
Sag Deinen Wunschkunden klipp und klar warum Du tust, was Du tust. 
Was hat der Kunde davon wenn er mit mir zusammenarbeitet? 
Warum bist Du genau die richtige Expertin für ihn? Warum DU und nicht Jemand anderes?
 Was sind Deine Werte? Wofür stehst Du? Deine Vision?
 Deine eigene ausführliche Geschichte kannst Du auf einen separaten Artikel verlinken. Unterstützen kannst Du das auch sehr gut durch 
1-3 Testimonials von zufriedenen Kunden – also durch Mund-zu-Mund Propaganda.



Die eigene „Über mich-Seite“ soll ja lebendig und interessant sein. Wie schreibt man Texte so, dass diese den Leser begeistern? Hast du da einen Tipp?

Überlege Dir wen Du ansprechen willst. Wie ist Dein Wunschkunde? Was denkt und fühlt er? Was braucht er? Fühle Dich in die Menschen hinein, benutze seine Worte.
 So kannst du Gefühle zeigen und Begeisterung rüberbringen.
 Schreib keinen Roman, sondern die wichtigsten Infos in kurzen Worten
. Gerne auch mit Humor wo er angebracht ist. Zur
 Auflockerung eignen sich Fotos

 und Bildelemente sehr gut.

Nun müssen „Über mich-Seite“ ja nicht immer nur aus reinem Text bestehen. Man könnte ja auch ein Video von sich drehen oder eigene Zeichnungen, Fotos und Grafiken nutzen, um sich vorzustellen. Oder man kombiniert Text und Bildelemente. Wie ist hier deine Empfehlung? Worauf muss ich achten, wenn ich mich für so eine gemischte Darstellungsform entscheide? Vielleicht kennst du ja auch ein Beispiel, wo eine „Über mich-Seite“ von diesem Medienmix profitiert hat?

Je individueller eine „Über mich-Seite“ ist, umso besser. 
Abwechslung kannst du mit Fotos, Grafiken und Illustrationen
 reinbringen. Ich selbst habe noch keine Erfahrung damit, möchte das aber unbedingt ausprobieren. Da bist du die Fachfrau.



Und was gehört auf keine Fall auf die „Über mich-Seite“?

Ein bewerbungstypischer tabellarischer Lebenslauf
 interessiert Niemanden. 
In therapeutischen Berufen kann es evtl. wichtig sein, aber beschränke dich auch dann auf das Wesentliche oder verlinke auf eine separate Übersicht.

Gudrun Wegener

Hi, ich bin Gudrun Wegener und freiberufliche Designerin. Im "bilderbuero" bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling.

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