Schöner, Besser, Informativer! 13 Tipps für eine richtig gute Infografik – Teil 3

13 Tipps für richtig gute Infografiken - Teil 3

Teil drei der Infografik-Serie geht ins Finale. Gucken wir uns jetzt zusammen die letzten Tipps und alles Wissenswerte für die Veröffentlichung deiner Infografik an.

#9 Fotos

Wenn man Fotos in Infografiken nutzen möchte, dann ist eine ähnliche Ästhetik ganz entscheidend. Nur wenn die Bilder optisch zusammengehören, sollten sie auch gemeinsam in der Infografik auftauchen. Sonst sieht die Infografik schnell wie ein bunter Fototeppich aus.

Bei Fotos ist folgendes wichtig:

  • Bei Fotografien auf eine ähnliche Ästhetik achten.
  • Weniger ist mehr.
  • Da Infografiken oft über Social Media Kanäle geteilt werden, muss man dieses bei den Bildrechten von gekauften Fotos beachten.

Infografik-Beispiel

Hier sind zu viele Fotos, viel zu nah beieinander. Es gibt kein gemeinsames visuelles Konzept hinter der Bildauswahl. Auch die Schrift ist durch den unruhigen Fotohintergrund unleserlich.

Fotos - Tipps für gute Infografiken

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#10 Weissräume

Infografiken bestehen immer aus mehreren inhaltlichen Blöcken. Für jede neue Sinneinheit gibt es einen eigenen logischen Bereich. So kann der Leser ganz einfach von Information zu Information gehen. Das ist auch der Grund, warum zwischen diese Blöcke optisch ausreichend Platz sein muss. So wirkt deine Infografik durchdacht und strukturiert.

Das heißt im Detail:

  • Ausreichend Platz zwischen den Informationen lassen.
  • Thematisch sortieren und Sinneinheiten schaffen.
  • Lieber großzügig gestalten, als zu gedrängt.

Infografik-Beispiel 1

Zu eng, zu viel und unübersichtlich! Hier wird es dem Leser schwer gemacht die verschiedenen Informationen zu erkennen. Die ganze Infografik wirkt unaufgeräumt und man findet sich als Leser nur schwer zurecht.

weissraum - 13 Tipps für gute Infografiken

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Infografik-Beispiel 2

Jede gute Infografik gewinnt durch ausreichend Platz. Selbst wenn es nur wenig Texte gibt, wie in diesem schönen Beispiel.

Weissraum - Tipps für gute Infografiken

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#11 Icons und Bildelemente nutzen

Bilder können vom Gehirn sehr viel schneller verarbeitet und erkannt werden, als Texte. Das kannst du dir für deine Infografiken zunutze machen. Denke in Bildern und nicht nur in Texten. Gerade bei den ersten Infografiken fällt einem das noch schwerer. Später wirst du merken, dass dir sofort Bilder einfallen. Stichpunkt-Listen kannst du als Icons darstellen. Pfeile, Querschnitte und Illustrationen machen deine Informationen schnell und leicht verständlich. Probiere es einfach aus!

Zusammenfassung:

  • Infografiken sind visuell! Nutze das.
  • Bilder lassen sich schneller und einfacher lesen.
  • Statt zuviel Text, lieber in Bildern denken.

Infografik-Beispiel 1

Schöne Icons machen es hier den Lesern einfach. Im Teil „It Pays To Play“ wurden statt typischer Stichpunkte tolle Icons verwendet, die sehr viel eingängiger und darum viel besser sind.

Icons - Tipps für gute Infografiken

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Infografik-Beispiel 2

Auch in dieser Infografik gibt es Bildelemente. Aber sie wurden nicht als Mehrwert anstelle der Texte verwendet, sondern nur zusätzlich als reine Dekoelemente platziert. Statt der vielen Textbereiche, hätten passende Icon hier sehr viel zur Nutzerfreundlichkeit beigetragen.

Icons - Tipps für guten Infografiken

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#12 Dateiformat für die Veröffentlichung

Infografiken, die auf Websites und Blogs veröffentlicht werden sollen, speicherst du am besten als PNG ab. Prüfe vor der finalen Veröffentlichung unbedingt noch einmal, ob das Format, die Lesbarkeit und das gesamte Erscheinungsbild der Infografik passt. Suche auch noch mal nach Buchstabendrehern und Rechtschreibfehler. Ist die Infografik erst mal veröffentlicht, kannst du solche Fehler nur schwer ändern.

Achte auf folgende Dinge:

  • Für Online-Infografiken eignet sind vor allem das PNG.
  • JPGs und GIFs führen manchmal zu pixeligen Ergebnissen.
  • Vor dem Veröffentlichen noch einmal Format, Inhalt, Aussehen und die Größe überprüfen.

Überprüfe deine Infografik mit Adleraugen, bevor du sie veröffentlichst.

#13 Mach das Teilen einfach

Jetzt ist sie fertig: deine richtig gute Infografik! Und du willst, dass sie möglichst oft geteilt, verlinkt und kommentiert wird. Darum mach es deinen Lesern so einfach wie möglich. Wenn du unter der Grafik direkt den HTML-Code zum Einbetten anbietest, können sich Interessierte den Code einfach rauskopieren. Außerdem wissen deine Leser gleich, dass du mit damit einverstanden bist, dass sie deine Infografik auf ihrer Internetpräsenz einbinden. Einfacher und komfortabler geht es nicht.

Für das Teilen:

  • Code zum Einbetten unter der Infografik anbieten.
  • Creative Commonce kann man einbinden, wenn man möchte.
Code einbetten - Tipps für gute Infografiken

Mach das Teilen so einfach wie möglich.

Fazit

Jetzt brauchst du nur noch ein gute Idee und ein spannendes Thema für deine nächste Infografik und schon kann es losgehen!

Hast du Fragen oder gibt es noch etwas anderes, was dir wichtig ist, wenn du Infografiken machst? Dann lass es mich wissen und schreib mir deine Erfahrungen in die Kommentare.

Artikelserie „13 Tipps für richtig gute Infografiken“

  1. Tipp #1 bis #4 – Von der Idee zum geplanten Format
  2. Tipp #5 bis #8 – Über Diagramme, Farben und Schriften
  3. Tipp #9 bis #13 – Finale Schritte und die Veröffentlichung

Gudrun Wegener

Hi, ich bin Gudrun Wegener und freiberufliche Designerin. Im "bilderbuero" bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Ich finde den Hinweis mit der Einheitlichkeit ganz wichtig – manchmal reicht es schon, wenn man die wesentliche Elemente eines Bildes angleicht 🙂

    1. Hallo Evy,
      ja, das stimmt. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen und die Infografik optisch sehr aufwerten können.
      Viele Grüße, Gudrun

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